Sabine Wimmer-Kleikamp (Deutschland)

Sabine Wimmer-Kleikamp
Hallo, mein Name ist Sabine! Ich bin 32, Biologin, verheiratet und habe zwei süße Kinder, ein 3-jähriges Mädchen und einen 5-jährigen Jungen.

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Wir sind gerade nach Sydney in Australien umgezogen und ich will hier an der University of Sydney meine eigene Forschungsgruppe aufbauen. In meiner Forschung analysiere ich die zelluläre Signalübertragung, insbesondere in Krebszellen, mit neuen Mikroskopiermethoden.

Seit meiner Kindheit bin ich fasziniert von der Natur, von Tieren und Pflanzen und ich spielte am liebsten draußen, im Wald hinter meinem Elternhaus, in der Nähe von Wiesbaden. Es war dann später selbstverständlich, dass Biologie einer meiner Leistungskurse in der Oberstufe war.

Nach dem Abitur studierte ich Biologie auf Diplom an der Uni Mainz und entwickelte ein Interesse an Molekularbiologie. Ich empfand es als Wunder, mit welcher Perfektion diese kleinen Moleküle in jeder einzelnen Zelle zusammenarbeiten und so einen ganzen Organismus bilden. Es ist vor allem faszinierend, dass es immer noch so viel zu entdecken gibt und man selbst in jedem Detail wissenschaftliches Neuland betreten kann.

Als Teil eines ERASMUS-Programms studierte ich ein Jahr an der University of Glasgow in Schottland Biochemie. Dies war das erste Mal, dass ich in einem anderen Land lebte und studierte, und ich fand es toll.

Nach meiner Rückkehr schloss ich mein Biologiestudium ab und schrieb meine Diplomarbeit an der Uniklinik in Mainz über genetische Veränderungen in Tumorzellen. Nach meinem Studium nahm ich mir ein paar Monate Auszeit, um das Reisen mit der Suche nach meinem "Traumjob" zu verbinden.

Von Galapagos kehrte ich nach Australien zurück, um eine Doktorarbeit am Ludwig Institute for Cancer Research in Melbourne anzufangen. Mein Sohn Max wurde im letzten Jahr meiner Doktorarbeit geboren. Es ist immer schwierig für Frauen in der Arbeitswelt, wenn sie eine Familie gründen wollen. Ich hatte viel Unterstützung von meinem Mann, aber auch von Leuten in der Arbeit, um weiterhin in der Forschung zu bleiben. Ich bin heute noch froh und dankbar, dass alles so gut geplappt hat! Ich bekam ein Stipendium, um mein Projekt in Melbourne als Postdoc weitermachen zu können. Meine Tochter Charlotte wurde dann im ersten Jahr meiner Arbeit als Postdoc geboren.

2006 gingen wir mit der ganzen Familie zurück nach Deutschland - genauer nach Heidelberg - und ich arbeitete als Postdoc am Europäischen Molekularbiologischen Laboratorium (EMBL). Da hier vorwiegend junge Wissenschaftler aus aller Welt arbeiten, war das Arbeitsumfeld wirklich toll, motivierend und inspirierend!