Sabine Schmidt (Deutschland)

Sabine Schmidt
Hallo! Ich heiße Sabine und arbeite am EMBL.

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In der Schule war mein Lieblingsfach immer Biologie, vielleicht weil ich Tiere liebe und meine Schwestern und ich immer mehrere Haustiere, wie Hunde, Katzen, Meerschweinchen und Hamster hatten. Wir hatten auch einen sehr großen Garten, in dem wir viel Zeit verbrachten. Aber später interessierten mich auch die anderen Teilbereiche der Biologie, nicht nur Zoologie.

Mathe, Physik oder Chemie fand ich nicht so toll wie Biologie, aber sie waren mir immer noch lieber als die meisten anderen Fächer. Das schöne an diesen logischen Fächern fand ich, dass man sich über die logischen Zusammenhänge fast alles wieder herleiten kann, man kann also nichts vergessen, und die Prüfungen, in denen ich eine Formelsammlung mitnehmen durfte, waren mir die liebsten. Später habe ich dann als Leistungskurse Biologie und Englisch gewählt, da ich wusste, dass ich Englisch brauchen würde, wenn ich in die biologischen Wissenschaften einsteigen möchte. Das war eine sehr gute Entscheidung.

Nach dem Abitur konnte ich mich noch nicht entscheiden, ob ich Biologie, molekulare Biologie, Geoökologie, Forstwissenschaften oder Veterinärmedizin studieren möchte. Also habe ich zuerst eine Ausbildung zur Biologisch Technischen Assistentin (BTA) gemacht, um mehr Zeit zu haben und um einmal im Labor zu arbeiten und zu sehen, ob es mir gefällt. Diese BTA-Schule hat unheimlich viel Spaß gemacht, die Arbeit im Labor hat Spaß gemacht, und fast jedes Fach hatte irgendwie mit Biologie zu tun, natürlich auch mit Mathe, Physik und Chemie, das war aber überhaupt kein Problem.

Nach meiner BTA-Ausbildung habe ich Biotechnologie studiert und das Studium mit dem Titel "Diplom Ingenieurin Biotechnologie" abgeschlossen. Am EMBL arbeite ich in der Genomics Core Facility, wir machen Dienstleistungen für EMBL-Gruppen und auch für Forschungsgruppen in der ganzen Welt. Mein Hauptgebiet ist die Genexpressionsanalyse, in der verglichen wird, welche Gene wann und wie an- oder abgeschaltet werden. Dabei geht es meistens um die Entstehung von verschiedenen Krankheiten wie zum Beispiel Krebs.

Ich habe keine eigenen Forschungsprojekte, aber ich habe viele unterschiedliche Projekte von unterschiedlichen Gruppen in der ganzen Welt. Das ist sehr interessant, denn jedes Projekt ist anders, und ich lerne eine Menge Leute aus allen möglichen Ländern kennen. Und wir sprechen die ganze Zeit Englisch, andernfalls müssten wir alle zu viele Fremdsprachen und Schriftzeichen lernen und hätten keine Zeit mehr für die Forschung.

Meine freie Zeit verbringe ich immer noch gerne draußen, Haustiere habe ich immer noch, einen Hund und ein Pferd, ich reite Dressur, und ich tanze sehr gerne, alles vom Klassischen Ballett bis hin zu Salsa, ich spiele Klavier und gehe natürlich gerne mit Freunden aus.